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#12 REVIEW panique automatique: handwritten mag

Vandermeer kommen aus Trier und bezeichnen ihre Musik als Shoegazing-Indierock mit Mut zum Pop! Bingo, also komplett außerhalb meiner Kernkompetenz. Na egal, manchmal muss man den Blick über den Tellerrand wagen.

„Panique Automatique“ ist das zweite Album der Band, welche bereits seit 2011 existiert.
Beim ersten Durchlauf des Albums fällt zunächst die sehr prägnante Stimme von Sängerin Harmke van de Meer auf. Die Stimme klingt hell ohne jemals schrill zu wirken, dabei drückt sie auch ein wenig Melancholie aus, ganz wie man dies vielleicht bei dieser Art von Musik erwartet.

Neben der Stimme gibt es noch ordentlich krachende Gitarren welche den größten Einfluss auf den Sound von „Panique Automatique“ habe.

„Only Two Hearts“ startet etwas verhalten, gewinnt dann aber schnell an Tempo und kann mit einem guten Groove überzeugen. Wer es rockiger mag der wird an „Time Was Up“ schnell Gefallen finden. Neben den harten Gitarren kommt hier noch ein Gastsänger zum Zuge!

Die poppige Seite deckt der Song „Can´t We“ ab. Mein Favorit des Albums ist „Whoever ́s Left Will Fall In Line”, hier fühlt man sich fast ein wenig in die 90er Jahre versetzt, den der Beat des Songs erinnert ein wenig an die besseren Pop Songs dieses Jahrzehnts!

handwritten mag

Letzte Woche plauderten wir ein wenig mit Julia Nemesheimer vom Trierischen Volksfreund …

Drei vandermeers – Sängerin Harmke van der Meer, Gitarrist Florian P. Stiefel und Bassist Jo Hansson – sprachen mit TV-Redaktionsmitglied Julia Nemesheimer über das neue Album, warum sie jetzt auf ein Label setzen und wie das eigentlich mit dem Lampenfieber aussieht.

Die Kritiken zu „Panique automatique“ sind bisher durchweg positiv. Wie steht ihr denn zu eurem neuen Werk?

FLORIAN P. STIEFEL Wir sind wirklich zufrieden. Sie ist stilistisch sehr unterschiedlich. Aber es gibt ja zwei Arten von Musikhörern: Diejenigen, die eine Platte haben wollen, bei der die Songs stilistisch in eine Richtung gehen, und die, die lieber mehr Abwechslung haben wollen. Da wir eher in zum zweiten Weg tendieren, ist es ein logischer Schritt, auch selbst solche Musik zu produzieren. Außerdem sehe ich in Anbetracht der vielen Streaming- und Playlist-Möglichkeiten „Panique automatique“ gerne als Playlist auf einer CD an (lacht).

JO HANSSON Unsere stilistische Grenze ist unser Geschmack. Dementsprechend wird das gemacht, was uns gefällt. Wir haben ja sogar eine lupenreine Technonummer mit drin. Da wollen wir uns auch gar nicht selbst einschränken.

STIEFEL Die Überkategorie ist aber schon Indie-Pop – allerdings nicht vergleichbar mit dem Radio-Pop …

HARMKE VAN DER MEER Wir spielen schon bewusst mit den verschiedenen Genres. Wir schauen einfach, was passiert, und es macht die Qualität des Albums aus, dass es überraschend und nicht langweilig ist …

STIEFEL … denn Langeweile wollten wir unbedingt vermeiden. Ich kaufe mir oft Platten und beschäftige mich viel mit Musik – da passiert es auch häufig, dass ich vielleicht ein oder zwei Songs wirklich gut finde, aber der Rest ist dann eher Einheitsbrei. Daher unsere bewusste Entscheidung für mehr Vielfalt.

Euer Debütalbum „Polygraph“ habt ihr 2013 veröffentlicht. Seitdem ist ja einiges an Zeit vergangen, und mit Jo am Bass und Bernd Erasmy am Schlagzeug habt ihr auch einen Besetzungswechsel hinter euch. Hatte das Einflüsse auf euer Songwriting?

VAN DER MEER Bei der „Polygraph“ haben wir ganz anders geschrieben. Jetzt haben wir jeden Song gemeinsam verfasst. Erste Liedansätze gab es entweder im Proberaum oder wir haben Ideen online geteilt, damit alle sich schon Gedanken machen können. Vollendet wurde aber es als komplette Band, jeder hatte da Einfluss auf die einzelnen Lieder. 2015 gab es allerdings auch noch die EP „Can’t we“, da gab es schon die neuen Bandmitglieder und dementsprechend auch schon eine ähnliche Vorgehensweise.

STIEFEL Man merkt auch, dass der Sound ein bisschen härter geworden ist im Vergleich zur „Polygraph“. Vorher war es ja schon eher heimelig und ruhig, was es jetzt überhaupt nicht mehr ist.

HANSSON Da kam ich dann als alter Metaller und hab die Härte reingebracht (alle lachen).

Hat es denn insgesamt länger gedauert, die neue Platte fertig zu stellen – zwischen den einzelnen Alben liegen ja schon einige Jahre?

VAN DER MEER Überhaupt nicht. Das fühlt sich nur so an. Es ist eben eine Eigenproduktion – jedes Instrument wurde selbst aufgenommen, gemischt und alles drumherum. Außerdem arbeiten wir alle noch. Da steckt da schon gehörig Arbeit und viel Freizeit dahinter. Eigentlich waren wir vergangenen Sommer schon fertig, mussten aber noch auf die Rückmeldung von Labels warten, das hat dann auch noch Zeit gefressen.

Das erste Album habt ihr über Crowdfunding finanziert, jetzt aber – wie gerade erwähnt – ein Label. Warum habt ihr euch dafür entschieden?

STIEFEL Ich glaube, Crowdfunding ist inzwischen ein bisschen vorbei. Als das noch neu war, hatten die Leute mehr Ansporn, da mitzumachen. Das war aber nicht der Hauptgrund. Der lag darin, dass wir für „Polygraph“ ins Studio gegangen sind. Diese Kosten haben wir uns gespart, indem wir dieses Mal alles selbst gemacht haben. „Panique automatique“ können wir durch die Einsparungen jetzt auch auf Vinyl veröffentlichen, was uns als Musikliebhaber natürlich besonders freut.

Und was hat sich mit dem Label geändert?

HANSSON Erst mal sind wir wirklich froh, dass wir mit Barhill Records jemanden gefunden haben, der uns ordentlich in den Hintern tritt und ständig Mails mit Infos und Anfragen zu Materialien, Unterlagen und vielem mehr schickt. Das ist aber ein sehr gutes Gefühl.

VAN DER MEER Auf jeden Fall. Zu wissen, dass wir nicht mehr alleine rudern, sondern noch wen mit im Boot haben, der in die gleiche Richtung fährt und ab und an mal das Ruder übernimmt, macht einiges aus.

STIEFEL Das Label kümmert sich ja auch nicht um alles, sondern es ist eine enge Kooperation. Wir wollen gemeinsam versuchen, viele Konzerte zu spielen und eine gute Platte auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig ist das ja nicht alles. Dieser ganze Social-Media-Wahnsinn, den man heute noch bedienen muss – das belastet noch zusätzlich. Das ist richtig viel Arbeit, und man muss sich auch genau überlegen, was man da veröffentlicht.

Zur Veröffentlichung kommt auch ein kleines Konzertwochenende für euch. Wie fühlt ihr euch davor?

HANSSON Ich persönlich hab immer Lampenfieber. Ich brauch das auch – wenn ich keines hätte, dann hätte ich keinen Spaß daran. Da fehlt dann die Motivation, es gut zu machen. Es wäre mir dann auch egal.

VAN DER MEER Egal ist es einem glaube ich nie. Früher war man halt nervös, aber heute ist man positiv aufgeregt.

HANSSON Das ist doch Lampenfieber (lacht).

STIEFEL Bei mir überwiegt das vor allem in Trier. Da stehen so viele Freunde und Bekannte, da ist der Druck irgendwie größer. Wenn wir in Hamburg oder Berlin spielen, merk ich das nicht so sehr. Trotzdem freu ich mich auf die Konzerte am Wochenende – und wenn alles klappt, auf die Tour im Herbst.

vandermeer spielt die Release-Show am Samstag, 30. März , 20 Uhr, in Lucky’s Luke in Trier. Der Eintritt kostet acht Euro, es gibt nur Abendkasse.

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#11 REVIEW panique automatique: plattenladentipps.de

INDIE-ROCK Wer Lust auf Indie-Rock mit Indie-Pop- und Shoegazing-Einflüssen hat, der liegt bei Vandermeer aus Trier genau richtig. Die seit 2011 existierende Band wartet auf ihrem zweiten Album ‚Panique Automatique’ mit einem Sound auf, der so klingt, als wäre nebenan hinter verschlossener Tür die Musik aufgedreht worden – und dann öffnet sich diese Tür, um mit New-Wave-Eighties-Flair, Synthiepop und knackigem Alternative-Rock aller musikalischer Künstlichkeit eine Absage zu erteilen. Frontfrau Harmke van der Meer sorgt mit ihrem Gesang für eine unwiderstehliche Mischung aus Gefühl und Härte. Echte Knaller sind Songs wie das rollige „Whoever’s Left Will Fall In Line“, das knorrige „Time Was Up“ oder das vor pulsierender Energie überschäumende „Yes! Mister“, die das Zeug haben, den Bekanntheitsgrad des Quartetts, komplettiert durch Florian Stiefel (Gitarre, Synth), Jo Hansson (Bass) und Bernd Erasmy (Schlagzeug), zu mehren.

Helmut Blecher auf plattenladentipps.de

#10 REVIEW panique automatique: VISIONS

Vandermeer setzen auf Panique Automatique zum Rundumschlag in alle Post-Richtungen an. Das deutsche Quartett um Sängerin Harmke Van Der Meer schöpft auf seiner Platte aus einer Vielzahl an Genre-Einflüssen, darunter klassischer Indierock, Synthie-Pop, Artrock, Post-Rock und EDM. Während ordnungsbewusste Plattenladenbesitzer ob der korrekten Kategorisierung dieser Mischung in ihrem Sortiment in Verzweiflung stürzen, springt die Band aus Trier auf Panique Automatique abrupt zwischen neuzeitlichen Alternative-Strömungen hin und her. Der Opener Only Two Hearts beschwört zunächst mit treibender Cowbell und fräsendem Riff den Geist der Indie-Discos der frühen 00er Jahre herauf, wird aber bereits vom folgenden Song Inhuman als Finte entlarvt. Hier setzen Vandermeer auf entschleunigten Shoegaze mit prominentem Basslauf, der sich nach einem Synthie-Ausbruch in einem post-rockigen Gitarrenflimmern entlädt. Die klangliche Nähe zu Bands wie Stereolab lässt sich hier nicht mehr abstreiten, Vandermeer bleiben im Vergleich zu den Wegbereitern dieses Sounds nur etwas blass. Im deutlich punkigeren Yes! Mister platzt der Knoten mal, wenn sich Van Der Meers Gesang in der NDW-Explosion ihrer Band verbeißt. Auch wenn sich die Frontfrau zu selten zu solchen Höhepunkten hinreißen lässt, trägt ihre leicht angeraute Stimme die rotzigen Riffs der Post-Punk-Blaupause Whoever’s Left Will Fall In Line wunderbar. Dass sie auch zart kann, beweist sie in der Offbeat-Ballade Can’t We? und im sphärischen EDM-Stück We Are glänzt ihre unterkühlte Performance. Egal in welcher Sparte des Plattenregals Panique Automatique letztlich landen wird, es macht das Angebot reicher.

7/12 Christian Kollasch

[ARTROCK| POST-ROCK]

Für Fans von:

STEREOLAB
Emperor Tomato Ketchup

ZIMT
Glückstiraden

 

VISIONS

#9 REVIEW panique automatique: Guitar Magazin

Die 2011 um Sängerin Harmke van der Meer gegründete Trierer Band Vandermeer veröffentlicht mit Panique Automatique ihr zweites Album. Ihr Stil lässt sich am besten als eine Mischung aus Indie, Shoegaze, Postrock und einem guten Schuss Popmusik bezeichnen. Was man vielleicht auf den ersten Blick als Unentschlossenheit und mangelnde musikalische Vision verurteilen könnte, stellt sich als interessante, homogene Mixtur heraus, deren Songs für sich stehen und eine angenehme Eingängigkeit besitzen. Vandermeer erzeugen mit ihren knarzigen Bässen, dem entrückten Gesang und wohldosierten Gitarren- und Synthesizer-Ausbrüchen eine gewisse Leichtfüßigkeit und gleichzeitige Melancholie, in die es sich einzutauchen lohnt. (4 von 5 Punkten) Oliver Strosetzki

Guitar Magazin

#8 REVIEW panique automatique: Flight 13

Gefütterte Innenhülle. Einnehmendes Debütalbum der Shoegaze/Indie-Band aus Trier. Unterkühlte Bassläufe, zyklenhaft laufende Synthieflächen, mit Noise und Melodie hantierende Gitarrenlines und der ätherische Gesang von Sängerin Harmke van den Meer nehmen den Gitarrenrock zurück in die 90er. Dabei steht das Quartett zwischen den Stühlen von Dreampop und feedbacklastigen Popkaskaden, die sich nicht um Erwartungen kümmern, jedoch auch nie die Zugänglichkeit verleugnen. Dunkel sind die Songs teilweise, doch dann kommt ein basslastiger Postpunk um die Ecke, nimmt die geflangerten Gitarren zwischen Slowdive und Lush in die Mangel, giesst eine Dosis Synthiepop an und gefällt durch die expliziten breitwandigen Waveanleihen. *Barhill Records

 

Erschienen bei Flight 13

#7 REVIEW panique automatique: Terrorverlag – Alternative Music Webzine

10/10 Sternen: VANDERMEER kommen aus Trier und machen Shoegazing-Indierock. Seit 2011 gibt es die Combo, die aus der namensgebenden Harmke van der Meer (Gesang & Synthies), Florian P. Stiefel (Gitarre, Keys & Noise), Jo Hansson (Bass, Noise & Synthies) und Bernd Erasmy (Drums & Noise) besteht. Zuhause ist der Vierer in Trier und „Panique Automatique“ ist die zweite Langrille der Truppe, die in der heutigen Besetzung seit 2016 agiert.

Wer bei Shoegazing zuerst an überbordende Traurigkeit nahe am Suizid denkt, wird von VANDERMEER und ihrem zweiten Streich angenehm überrascht sein, denn nach einem ebenso tanzbaren wie melancholischen Start mit „Only Two Hearts“ und dem dezent unterkühlten „Inhuman“, nimmt „Yes! Mister“ temporeich Fahrt auf, um schließlich mit dem rhythmusbetonten „#Porteouvèrte“ meinen persönlichen Favoriten zu Gehör zu bringen. Schwungvoll schließt sich „Whoeever’s Left Will Fall In Line“ an, um mit „Time Was Up“ mit schrammelnden Gitarren und männlichem Gast-Vocals munter fortzufahren. Derweil schlägt „Tolstoi“ wieder ein wenig schwermütigere Töne an, denen es jedoch nicht an der nötigen Energie fehlt, um im Ohr zu bleiben. Fast schon folk-poppig kommt das zarte „Can’t We?“ daher, um dann mit „We Are“ auf den düsteren Underground-Dancefloor zu bitten. Bleibt noch „Nine Hits“, mit dem der Silberling gefühlvoll-kraftvoll endet.

Nachdem das Debüt „Polygraph“ bereits 2013 via Crowdfunding erschienen ist, überrascht es, dass VANDERMEER nicht bereits einen höheren Bekanntheitsgrad haben. Zumindest, wenn der Erstling eine ähnliche Qualität hatte wie „Panique Automatique“. Wer die COCTEAU TWINS vermisst, sollte VANDERMEER sein Gehör schenken und auch Fans von MY BLOODY VALENTINE dürften sich nicht nur in Harmkes ausdrucksstarke Stimme verlieben, sondern auch in den Sound der Band.

 

Erschienen bei Terrorverlag

#6 REVIEW panique automatique: Neue Szene Augsburg

Vandermeer aus Trier stehen für Shoegazing-Indierock mit Mut zum Pop. Der Sound klingt, als wäre in der Bude nebenan die Musik richtig aufgedreht worden, aber anstatt zu klingeln, um den Lärmsünder erzürnt zum Leisermachen zu bewegen, fragt man erstmal nach dem Namen dieser Band und schwingt sich hinter das Laptop, um Vandermeer zu googlen:
Ihr erstes Album „Polygraph“ erschien 2013 nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne. Die aktuelle zweite Scheibe „Panique Automatique“ klingt mindestens so töfte wie ihr Name und verdient die Reise in euer CD-Regal. Die einzige Frage: Warum ist der Titel französisch, die Lyrics aber englisch? Egal eigentlich! (max)

#5 REVIEW panique automatique: streetclip.de

Welch ein Album – da wird selbst der härteste Metaller weich. Die größte Überraschung des Jahres kommt meines Erachtens bislang von den aus Trier stammenden Indie-Rockern VANDERMEER. Achtziger New Wave und Synthie-Pop, Neunziger Brit Pop bis hin zu modernem Indie Rock zieht sich wie ein roter Faden durch die elf Lieder von ´Panique Automatique´. Ihr wollt artverwandte Bands, Vergleiche? Sehr schwierig, wenngleich der Name PORTISHEAD in Bezug auf VANDERMEER schon des Öfteren gefallen ist. Meine persönliche Einschätzung indes fällt da etwas anders aus. Meine Ohren vernehmen eher exzellenten, leicht punkig angehauchten Bubble-Gum-Pop der Marke frühere BLONDIE, garniert mit Parallelen zu Indie-Rockern wie etwa FISCHER Z, ein kleiner Schuss GOLDFRAPP obendrauf und dazu „schreddern“ die Gitarren phasenweise sogar in bester SONIC YOUTH-Noise-Rock-Manier. Und dann noch diese unvergleichlich, gleichermaßen fesselnde und berührende Stimme von Frontdame und Bandnamensgeberin Harmke van der Meer, der pure Wahnsinn!

 

 

Das Quartett, bestehend aus Florian P. Stiefel (guitar, kaossilator, noise, keyboard), Jo Hansson (bass, noise, synthesizer), Bernd Erasmy (drums, noise) und eben Frontfrau Harmke van der Meer (vocals und synthesizer) musiziert bereits seit 2011 gemeinsam und hat nach einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne 2013 sein erstes Album ´Polygraph´ veröffentlicht.

Für mich echt unverständlich, wie solch großartige Musik nur an den Ohren der Musikindustrie, sprich Plattenfirmen, vorbeigehen konnte. Nach einer EP mit dem Titel ´Can’t We?´ aus dem Jahre 2015 haben sich Barhill Records erbarmt und die Truppe unter ihre Fittiche genommen. Eine sehr kluge und weise Entscheidung, denn ´Panique Automatique´ ist ein Album geworden, das auch bei einer breiteren Hörerschaft auf offene Ohren stoßen dürfte. Zu Wünschen wäre es VANDERMEER auf jeden Fall.

…und auch wenn hier Begriffe wie „Punk“, „Wave“ oder „Pop“ gefallen sind – das Teil ROCKT wie Sau!!!

Musik mit (und für) Herz und Verstand – ´Panique Automatique´ ist wirklich ganz großes Kino, das ich uneingeschränkt weiterempfehlen und Euch wärmstens ans Herz legen möchte! Bezeichnend auch, dass ausgerechnet ein Non-Metal-Album (bis auf zwei, drei Ausnahmen) meine bislang höchste Wertung bekommt. Anyway, egal wie ich auch ziehe und zerre, ich bekomme dieses Album einfach nicht mehr aus meinem CD-Player. Enough said!!!

(8,5 Punkte) Armin Schäfer


(VÖ: 29.03.2019)