Archiv der Kategorie: reviews records

#19 REVIEW panique automatique: musikreviews.de

Ist es noch Shoegaze oder schon Punk? Nein es ist irgendwas dazwischen. Vom Shoegaze die schwärmerischen Melodien, das melancholische Zurücklehnen und Hinterfragen, vom Punk, oder besser seinen elaborierteren Spätfolgen, die kraftvolle Attitüde und das hingeschmetterte Abfeiern von Lebenslust und -frust. VANDERMEER zelebrieren diese Spielarten auf „Panique Automatique“ gekonnt, führen sie zusammen, ohne dass es zu einem popkulturellen Clash kommt.

Das erste Stück beginnt mit flirrenden Synthies, dann setzt Hamke van der Meer ein und klingt nach einer Kate Bush, die in ihrer Freizeit gitarrenlastigen Indie-Rock mit Gefühl interpretiert, um schließlich krachig auf die Tube zu drücken, ohne dass ein untrügliches Gespür für poppiges Sentiment verloren geht. Das können VANDERMEER ausgesprochen gut, diesen Hauch Verlorenheit anklingen lassen, selbst wenn sie scheinbar fröhlich drauflos schrammeln und zwischen BLONDIE und Kim Wilde dahinbrettern. Platz für ein paar Experimente und Stimmverzerrer bleibt ebenfalls genug („Yes! Mister“).

„Time Was Up“ ist ein Höherpunkt der gelungenen Mixtur aus Gefühl und Härte, man spürt selbst im Jubel die verhangene Traurigkeit, die „Tolstoi“ auslebt. Präsente Drums, Gitarrenhall, Harme van der Meers sehnsuchtsvolle Stimme, die im Refrain zu neuen Ufern aufbricht. Am Ende dann fast schon proggige Keyboardspielereien ergeben einen aufputschenden Song, der mit seiner eigenen Introvertiertheit spielt. „We Are“ müsste ein untergründiger Hit sein, wenn es sowas noch gäbe.
In den 80ern gelernt und im einundzwanzigsten Jahrhundert perfekt aufbereitet.

FAZIT: VANDERMEER stammen aus Trier und nicht New York, doch der Musik haftet nichts Provinzielles an. „Panique Automatique“ wandelt wohl ausbalanciert zwischen verträumten Herz- und Gedankenspielereien sowie handfestem Auspowern auf dem Tanzboden der Indie-Disco. Klasse Debüt!

Jochen König (Info) für musikreviews.de

#18 REVIEW panique automatique: Metalglory

Theoretisch sollte das Wetter derzeit irgendwo zwischen spätem Winter und Frühling stattfinden, doch sehe ich aus dem Fenster, begrüßt mich seit Tagen schon wieder der Herbst. Was liegt da näher, als sich ein bißchen musikalische Melancholie ins Haus zu holen? Das übernehmen bei mir seit wenigen Tagen auch Vandermeer, die mit ihrem frischem Indie Rock / Indie Pop, diversen Wave-Anleihen und ordentlich schrammelnden Garagengitarren, Einzug gehalten haben. Die knapp 7 Jahre junge Band aus Trier veröffentlichte bereits 2013 das Album „Polygraph“ in Eigenregie, welches natürlich komplett an mir vorbei ging. Aber das macht ja nix, der Name ist auf meiner Liste für die Nachkäufe.

Fazit: Mit dem Album könnten Vandermeer das vor sich hin dämmernde Indie Genre mächtig auffrischen, Staub wirbeln sie gehörig auf. Ob das jetzt wirklich was für die Hardrocker oder Metalfans ist, sei mal dahingestellt, Tellerrandgucker und Freunde des Indie Rock werden ihren Spaß mit Vandermeer haben.

www.metalglory.com

#17 REVIEW panique automatique: Sonic Seducer Magazin

Hach, das tut gut. Ein klanglicher Frühlingsstrauß lässt die Sonne im Wohnzimmer erstrahlen. Ein Duft erfüllt den Raum, der einen an die Hand nimmt, sanft im Indie Rock der 90er absetzt und dort mit schokoladig süßen, ohrwurmig perlenden Melodien und knusprigen Spots aus Shoegaze und Dream Pop konfrontiert. Fast hat es den Anschein, als hätten L7, The Pains Of Being Pure At Heart, The Raveonettes and The Manhattan Loves Suicide eine einst im geheimen abgehaltene Studiosession wieder hervorgeholt, um sie nun zu veröffentlichen. Wäre natürlich eine coole Sache, aber hinter diesen wärmend-wohligen Songs zwischen akustischer Anschmiegsamkeit und angenehm rauen Fuzz-Spiralen stecken die seit 2011 aktiven Trierer vandermeer. Ihr Debüt gaben sie mit „Polygraph“ (2013), gefolgt von der EP „Can’t We?“. Mit Passion und Selbstsicherheit zaubert man Pophymnen aus dem Hut, die von Sängerin Harmke van der Meers passendem, klaren Gesang getragen werden. Eine schöne Scheibe, die – bis auf vereinzelte Mitläufertracks ­– alles an Bord hat, um Melodienjunkies high zu machen. Anspieltipp: Das grandiose „Arise“ mit seinen epischen, zwischen Shoegaze und Post Rock wirbelnden Wall Of Sound-Ausbrüchen. Breda Maßmann

Sonic Seducer Magazin 04/2019

#16 REVIEW panique automatique: OX Fanzine

„Ihren Bandnamen haben sich vandermeer von ihrer Sängerin Harmke van der Meer geborgt, die hier auch den Synthesizer bedient. Das Trierer Quartett gründete sich bereits 2011, ist aber in der jetzigen Besetzung erst seit 2016 unterwegs. Nach dem Debütalbum „Polygraph“ (2013), welches man über Crowdfunding finanzierte, folgte 2015 die EP „Can’t We?“ und nun schließlich mit „Panique Automatique“ der zweite Longplayer und der erste auf Barhill Records.
Musikalisch vermischen VANDERMEER gekonnt sphärische Synthie-Shoegaze-Sounds mit poppigem, druckvollem Indierock, der durch die charismatische Stimme van der Meers hervorragend komplettiert wird, vor allem im Song „Time was up“ kommen diese Zutaten beeindruckend zusammen und bilden für mich das Album-Highlight.
Insgesamt präsentieren VANDERMEER elf vielfältige Songs, die zusammengefasst „Panique Automatique“ zu einem richtig guten Album mit kleinen Überraschungen machen.“

Ox Fanzine 02/2019, N° 143

#15 REVIEW panique automatique: ORKUS!

Vandermeer aus Trier sind eine besonders faszinierende Truppe. Nach ihrem Debüt Polygraph (2013) legen sie nun das Zweitwerk nach, das eine ganz außergewöhnliche Mischung aus Shoegaze, Indie-Rock und Pop bereithält. Mit der ersten Single Whoever’s Left Will Fall in Line präsentiert das deutsche Quartett einen fesselnden Appetizer, der ordentlich Bock auf das Album macht. Spannend!

HIER GEHT ES ZU ORKUS

#14 REVIEW panique automatique: XAVER

Das Quartett verortet man ob des Bandnamens vielleicht eher bei unseren niederländischen Nachbarn, de facto kommt die Band aus Trier und ihr Name ist die zusammengezogene Form des Nachnamens der Sängerin. Und Harmke van der Meer prägt mit ihrer vielseitigen Stimme in der Tat auch das neue Album „Panique Automatique“. Sie kann richtig viel aus dieser Stimme rausholen, nicht zuletzt Gesang, aber eben auch jede Menge Druck, Säuseln, Kreischen und ausdrucksstarken Sprechgesang. Die Band kommt dabei immer wieder sehr bratzig daher – die Gitarre macht schön viel Lärm – klingt aber durch den Keyboard und Synthesizer-Einsatz sehr zeitgemäß und wenn sie die Geschwindigkeit rausnehmen, ist da auch eine angenehme Portion Pop dabei, ohne dass das aber je anbiedernd oder BWL-artig Zielgruppen-orientiert wird. „Whoever‘s Left Will Fall In Love“ ist so ein eingängiger Track mit straightem Beat, den man sich als angenehme Überraschung auch im Radio vorstellen könnte bzw. wünschen würde. Auch unbedingt hörenswert ist „Can’t We“, das in seiner ganzen Art ein bisschen wie die Musik aus Spieluhr daherkommt, etwas schwelgerisch-tanzendes hat – die perfekte Musik um die eine Karussellfahrt in einer Romantikkomödie zu untermalen. Herausragendes Album einer deutschen Band, die ich seither noch gar nicht auf dem Zettel hatte!
(Tom – sechs von sechs Punkten) XAVER

#13 REVIEW panique automatique: inHard N°104 März/April 2019

Die Trierer Shoegaze Indierock-Band um Frontfrau Harmke van der Meer stellt auf ihrem zweiten Longplayer „Panique Automatique“ ihr außerordentliches Gespür für einfühlsame
Pop-Melodien unter Beweis. Zu dem positiven Gesamteindruck tragen neben einer straighten Gitarren-Arbeit, perfekten Synthie-Phasen und einer grundsoliden Drumbasis nicht zuletzt auch die charismatischen Vocals von Frau Harmke bei. Eine runde Sache, ruhig mal reinhören!

YASMIN SCHMIDT, inHard Nummer 104 März/April 2019

#12 REVIEW panique automatique: handwritten mag

Vandermeer kommen aus Trier und bezeichnen ihre Musik als Shoegazing-Indierock mit Mut zum Pop! Bingo, also komplett außerhalb meiner Kernkompetenz. Na egal, manchmal muss man den Blick über den Tellerrand wagen.

„Panique Automatique“ ist das zweite Album der Band, welche bereits seit 2011 existiert.
Beim ersten Durchlauf des Albums fällt zunächst die sehr prägnante Stimme von Sängerin Harmke van de Meer auf. Die Stimme klingt hell ohne jemals schrill zu wirken, dabei drückt sie auch ein wenig Melancholie aus, ganz wie man dies vielleicht bei dieser Art von Musik erwartet.

Neben der Stimme gibt es noch ordentlich krachende Gitarren welche den größten Einfluss auf den Sound von „Panique Automatique“ habe.

„Only Two Hearts“ startet etwas verhalten, gewinnt dann aber schnell an Tempo und kann mit einem guten Groove überzeugen. Wer es rockiger mag der wird an „Time Was Up“ schnell Gefallen finden. Neben den harten Gitarren kommt hier noch ein Gastsänger zum Zuge!

Die poppige Seite deckt der Song „Can´t We“ ab. Mein Favorit des Albums ist „Whoever ́s Left Will Fall In Line”, hier fühlt man sich fast ein wenig in die 90er Jahre versetzt, den der Beat des Songs erinnert ein wenig an die besseren Pop Songs dieses Jahrzehnts!

handwritten mag

#11 REVIEW panique automatique: plattenladentipps.de

INDIE-ROCK Wer Lust auf Indie-Rock mit Indie-Pop- und Shoegazing-Einflüssen hat, der liegt bei Vandermeer aus Trier genau richtig. Die seit 2011 existierende Band wartet auf ihrem zweiten Album ‚Panique Automatique’ mit einem Sound auf, der so klingt, als wäre nebenan hinter verschlossener Tür die Musik aufgedreht worden – und dann öffnet sich diese Tür, um mit New-Wave-Eighties-Flair, Synthiepop und knackigem Alternative-Rock aller musikalischer Künstlichkeit eine Absage zu erteilen. Frontfrau Harmke van der Meer sorgt mit ihrem Gesang für eine unwiderstehliche Mischung aus Gefühl und Härte. Echte Knaller sind Songs wie das rollige „Whoever’s Left Will Fall In Line“, das knorrige „Time Was Up“ oder das vor pulsierender Energie überschäumende „Yes! Mister“, die das Zeug haben, den Bekanntheitsgrad des Quartetts, komplettiert durch Florian Stiefel (Gitarre, Synth), Jo Hansson (Bass) und Bernd Erasmy (Schlagzeug), zu mehren.

Helmut Blecher auf plattenladentipps.de

#10 REVIEW panique automatique: VISIONS

Vandermeer setzen auf Panique Automatique zum Rundumschlag in alle Post-Richtungen an. Das deutsche Quartett um Sängerin Harmke Van Der Meer schöpft auf seiner Platte aus einer Vielzahl an Genre-Einflüssen, darunter klassischer Indierock, Synthie-Pop, Artrock, Post-Rock und EDM. Während ordnungsbewusste Plattenladenbesitzer ob der korrekten Kategorisierung dieser Mischung in ihrem Sortiment in Verzweiflung stürzen, springt die Band aus Trier auf Panique Automatique abrupt zwischen neuzeitlichen Alternative-Strömungen hin und her. Der Opener Only Two Hearts beschwört zunächst mit treibender Cowbell und fräsendem Riff den Geist der Indie-Discos der frühen 00er Jahre herauf, wird aber bereits vom folgenden Song Inhuman als Finte entlarvt. Hier setzen Vandermeer auf entschleunigten Shoegaze mit prominentem Basslauf, der sich nach einem Synthie-Ausbruch in einem post-rockigen Gitarrenflimmern entlädt. Die klangliche Nähe zu Bands wie Stereolab lässt sich hier nicht mehr abstreiten, Vandermeer bleiben im Vergleich zu den Wegbereitern dieses Sounds nur etwas blass. Im deutlich punkigeren Yes! Mister platzt der Knoten mal, wenn sich Van Der Meers Gesang in der NDW-Explosion ihrer Band verbeißt. Auch wenn sich die Frontfrau zu selten zu solchen Höhepunkten hinreißen lässt, trägt ihre leicht angeraute Stimme die rotzigen Riffs der Post-Punk-Blaupause Whoever’s Left Will Fall In Line wunderbar. Dass sie auch zart kann, beweist sie in der Offbeat-Ballade Can’t We? und im sphärischen EDM-Stück We Are glänzt ihre unterkühlte Performance. Egal in welcher Sparte des Plattenregals Panique Automatique letztlich landen wird, es macht das Angebot reicher.

7/12 Christian Kollasch

[ARTROCK| POST-ROCK]

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STEREOLAB
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